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hin und wieder erreichen mich nachrichten von kunden, die fragen wie “Warum bietest Du erst ab 175€ Warenwert versandkostenfreien Versand an?”. wieso fuer ein hochpreisiges produkt wie #thegridblanket noch obenauf versandkosten zahlen muessen?
eine berechtigte frage, die ich gern beantworte um meine beweggruende und perspektive zu erlaeutern.

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bastisRIKE kann und will den großen dort draussen nicht nacheifern, die den unbedachten konsum mit haeufigen rabattaktionen oder kostenfreien versand befeuern. im sinne von “Bestelle einfach was Dir gefällt, zahle später und wenn Dir die Sachen nicht gefallen, schicke sie einfach zurück! Versandkostenfrei!” diese serviceleistung koennen sich amazon&co auf dauer leisten, ich kann und will hingegen bei diesem spiel nicht mithalten.
unueberlegte kaeufe auf probe moechte und muss ich auf einem minimum halten, um unnoetige transportwege, umverpackungen und kosten zu vermeiden. vielmehr moechte ich mit bastisRIKE produkte schaffen, die dem kunden nachhaltig freude bereiten und dadurch einen mehrwert haben. der kauf soll bestenfalls mit bedacht erfolgen und durch die wertigkeit meines produktes bestaetigung finden.

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mein eigenes konsumverhalten war noch vor monaten vormerklich impulsiv geleitet und auch heute noch klopft der quatschi an schlechten tagen an und redet mir ein, etwas zu kaufen wuerde mir den tag retten. der quatschi geht hand in hand mit dem marketing-geschrei von dem wir alle nahezu staendig umgeben sind. geiz ist geil! mid-season-sale! 2 fuer 1! versandkostenfrei! und so fort. mich persoenlich hat diese form des konsums langfristig einfach nicht zufrieden gestellt. und so versuche ich den quatschi in seine schranken zu weisen.

inzwischen habe ich hohe ansprueche an die dinge aufgestellt, die ich selbst konsumiere. ob es nun lebensmittel sind, kleidung, moebel oder was auch immer. die daraus entstandenen ‘regeln’ waren anfangs zugegeben recht dogmatisch, haben sich inzwischen aber auf einem gesunden niveau eingespielt und erleichtern mir letztendlich meinen alltag. so gelingt es mir zum beispiel leichter (kauf)entscheidungen zu faellen und als nebeneffekt vertue ich nicht mehr soviel zeit damit mir surfend ueber unnoetige dinge gedanken zu machen. denn das praedikat ‘unnoetig’ kennzeichnet viele der dinge, die mir der quatschi schoenreden will. mit der frage nach dem (mehr)wert – nicht gleichzusetzen mit der frage nach dem preis – bringe ich ihn zum schweigen. meine ansprueche an nachhaltigkeit tun ihr restliches hinzu.

und trotzdem, manchmal ist es eben nicht so einfach wie es in den vorangegangenen zeilen vielleicht klingt. denn als selbststaendige bin ich sowohl konsument als auch unternehmer. kenne beide seiten. und beide streiten sich gern und haeufig. der konsument in der rolle des potentiellen kunden wirft dem unternehmer dann auch schonmal vermessenheit, starrsinn oder unwirtschaftliches verhalten vor. dieser schielt dann nach links und rechts und laesst sich dadurch hin und wieder eben auch mal verunsichern.

ich habe jedoch inzwischen fuer mich erkannt, dass ich weder den konsumenten noch den unternehmer von meiner persoenlichen haltung trennen will. und so spiegelt sich diese nicht nur in meinen persoenlichen, sondern auch in meinen unternehmerischen entscheidungen wider. slow statt fast. gesundes maß statt wachstum um jeden preis.

in einem ersten interview, dass ich dawanda 2011 geben durfte, schloss ich mit der aussage “Das wichtigste ist mir jedoch, dass ich in der Arbeit an bastisRIKE meinem Stil und dem eigenen Anspruch treu bleibe. Auch wenn das manches Mal bedeutet, dass der Geldbeutel etwas schmaler ausfällt.” laeuft.

und so bin ich fuer jeden einzelnen kauf mehr als dankbar, da er einer wertschaetzung meines tuns gleich kommt.

 


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